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Großmarkt-Neubau in Sendling: Die große Koalition im Münchner Stadtrat entscheidet sich für ein Investorenmodell

Heute hat der Münchner Stadtrat bei der letzten Vollversammlung vor der Sommerpause über den Antrag von Kommunalreferenten Axel Markwardt (SPD) und damit die Zukunft des Großmarktes in Sendling entschieden. Nach teilweise emotional aufgeladenen Wortbeiträgen haben die Stadträte fraktionsübergreifend den Verbleib des Großmarktes in Sendling am jetzigen Standort beschlossen. Allerdings: Bei der Frage nach der Planung, Errichtung und Finanzierung des geplanten Hallenneubaus haben sich die Stadträte von CSU und SPD – gegen sämtliche anderen Fraktionen – für ein Investorenmodell und damit für ihren gemeinsamen Änderungsantrag entschieden. Ursprünglich waren Planung, Errichtung und Finanzierung des Neubaus unter städtischer Regie vorgesehen. Der künftige Betrieb des Großmarktes soll weiterhin unter städtischer Führung erfolgen.

„Wir begrüßen die politische Entscheidung aller Fraktionen, den traditionellen Standort in Sendling zu erhalten. Dies ist ein deutliches Bekenntnis. Der heutige Beschluss der Stadt München für ein Investorenmodell wirft allerdings noch sehr viele Fragen auf“, sagt Hans Buchhierl, ein Sprecher der Standortinitiative „Großmarkt in Sendling. Jetzt.“. Den Zeitplan für eine Realisierung bis 2021 mit dem beschlossenen Modell sieht die Standortinitiative als nicht realistisch an. „So kann eine EU-weite Ausschreibung aufgrund der noch fehlenden Planungstiefe nicht oder aber nur mit hohen Kosten- und Terminrisiken erfolgen“, erläutert Buchhierl. „Die Vorteile dieses Investorenmodells für den Eigenbetrieb und für die Händlerschaft lassen sich nur schwer nachvollziehen“, ergänzt Oliver Rob, ein Sprecher der Initiative.

„Gleichwohl wird sich die Standortinitiative bei den nun anstehenden Gesprächen unter anderem zur Optimierung des Nutzerbedarfs konstruktiv beteiligen. Denn auch wir wollen eine Halle die den Anforderungen aller Nutzer entspricht“, erklärt Christa Heidingsfelder, eine Sprecherin der Standortinitiative. Diese hatte sich Mitte April dieses Jahres am Großmarkt in Sendling zusammengeschlossen, um sowohl die politisch Verantwortlichen wie auch die Münchner Bürger auf die gesellschaftliche Bedeutung des Großmarktes aufmerksam zu machen. Hans Buchhierl: „In den vergangenen Wochen haben wir es geschafft, durch verschiedene Aktionen – darunter Führungen über den Großmarkt und Gesprächsrunden mit den politischen Entscheidungsträgern – über die Notwendigkeit des Großmarktes im Zentrum Münchens aufzuklären. Wir haben dabei enormen Zuspruch seitens der verschiedenen Fraktionen erfahren.

 

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