Allgemein

Ob Eule oder Krebs: So kommen Obst und Gemüse nicht nur bei ABC-Schützen an

Das gesündeste Pausenbrot bringt nichts, wenn es im Schulranzen verrottet oder in den Mülleimer wandert. Zum Schulanfang haben wir von der Standortinitiative deshalb eine Runde auf dem Münchner Großmarkt gedreht und Inspirationen für ausgewogene und leckere Snacks gesammelt. Denn: Laut einer Studie bringen 50 Prozent der Kinder ihr Pausenbrot häufig wieder mit nachhause.

Große Aufregung bei den Erstklässlern, Melancholie über das Ende der Sommerferien bei den alten Hasen. Heute heißt es für Bayern als letztes deutsches Bundesland: Back to school. Damit beginnt für Kinder und Eltern eine herausfordernde Zeit – jeden Morgen müssen die Schüler um acht Uhr in der Klasse sitzen, Hausaufgaben wollen gemacht und betreut werden und von allen Seiten prasseln Leistungsanforderungen auf die Nachwuchsgeneration ein.

Damit Klein und Groß den oftmals stressigen Schulalltag fit und munter durchstehen, sind gesunde Pausenmahlzeiten wichtig. Das Problem: Laut einer Forsa-Umfrage ließen 2014 gut 20 Prozent der befragten 500 Eltern ihre Kinder ohne Pausenmahlzeit aus dem Haus. Doch selbst wenn eine liebevoll gepackte Box mitgegeben wurde, kamen 50 Prozent der Brote und 20 Prozent der Obst- und Gemüsehäppchen wieder zurück. Dabei helfen geballte Energieladungen zwischen den Unterrichtsstunden den Schülern, wach und konzentriert zu bleiben.

Doch nicht jedes Lebensmittel eignet sich dafür, die kognitiven Ressourcen aufzutanken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) rät von Schokoriegeln, Gummibärchen oder süßem Gebäck ab. Zwar liefern Fett und Zucker darin schnell Energie – diese verfliegt aber genauso flink wieder und lässt ein Leistungstief folgen. Außerdem enthalten Süßigkeiten nur selten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Besser ist es laut DGE, täglich pflanzliche Kost in die Brotzeitbox zu legen. Die Nährstoffe, die darin enthalten sind, liefern gleichmäßig und nachhaltig Power für Gehirn und Körper.

Auch Gerhard Gessler, Geschäftsführer der Gessler Obst- und Gemüsegroßhandels GmbH, betont, wie wichtig Obst und Gemüse für Schulkinder ist. Mit seinem Großhandel nimmt Gessler seit vielen Jahren an einem Programm teil, durch das viele Kindergärten und Schulen mit frischer Rohkost beliefert werden, unter anderem durch fertige Snacks wie Kohlrabi-Sticks. Seiner Meinung nach müssen Kinder von klein auf für eine ernährungsbewusste Lebensweise sensibilisiert werden. Das Schulobst sieht er dafür als eine gute Grundlage: „Die Kleinen wachsen dadurch direkt damit auf, mehr Obst und Gemüse in der Schule zu essen. Aus Gewohnheit verlangen sie dann selbst nach dem gesunden Pausensnack.“

So sieht der perfekte Pausensnack aus

Doch welches Obst und Gemüse eignet sich für die Pause? Inspirationen und eine bunte Auswahl bietet der Herbst zu Genüge: Äpfel, Birnen, Pflaumen und Zwetschgen sind Beispiele für süße Muntermacher. Ballaststoffe und wichtige Spurenelemente wie etwa Eisen stecken in Kürbis, Rote Beete, Karotte, Gurke, Sellerie und Co. Für frische, saisonale Produkte ist der Großmarkt in Sendling das reinste Paradies. Insgesamt werden von hier mehr als fünf Millionen Menschen täglich mit Frischware beliefert. Da ist von regionalen bis exotischen Früchten und Gemüsesorten alles dabei und kann Ideen für abwechslungsreiche Snacks anstoßen.

Apropos Abwechslung: Allein Obst und Gemüse reichen nicht aus, um die kleinen und großen ABC-Schützen einen ganzen Schultag auf Trab zu halten. Der perfekte Pausensnack kombiniert gleich mehrere wertvolle Energielieferanten wie Vollkorn- und Milchprodukte und pflanzliche Lebensmittel. Wie? Zum Beispiel so:

Pausensnacks_Mäuse.JPG

Doch der gute Wille der Eltern, ihren Nachwuchs mit nahrhaftem Essen zu versorgen, genügt oftmals nicht. So manches Kind lässt die Brotzeitbox mit Vollkornbrot und Karotten-Sticks getrost im Schulranzen liegen, sobald die Pausenglocke klingelt. Stattdessen verdient der Pausenverkauf am Hunger nach Schnitzelsemmeln und Muffins. Acht Prozent der befragten Eltern der Forsa-Studie geben ihren Kindern von vornherein täglich Geld für den Kiosk mit. Diesen mangelt es jedoch häufig an einem Sortiment, das einer ausgewogenen Ernährung für Kinder gerecht wird.

Um den Nachwuchs wieder auf den Weg des alteingesessenen Pausenbrots zu locken, gibt es ein paar Tricks. Besonders bei Grundschulkindern funktionieren sie gut: Kreativ zubereitete Pausenbrote und lustige Gemüsetierchen machen den Schülern die Vitaminbomben sofort schmackhafter. Auch sollten die Wünsche der Kinder berücksichtigt und ab und an mal eine kleine Süßigkeit beigelegt werden. Gerhard Gessler rät außerdem, das Obst und Gemüse bereits mundgerecht in kleinen Portionen anzubieten.

5 Zutaten fürs Geheimrezept: So landet der Pausensnack im Bauch – und nicht im Mülleimer

  1. Bunte Abwechslung – nicht jeden Tag das gleiche anbieten
  2. Kleine Auswahl in kleinen Häppchen – Brot, Rohkost und Milchprodukte portionieren
  3. Kreative Zubereitung – mit Blumen, Tieren und Fantasiewelten verzaubern
  4. Praktisches Zubehör – Gabel, Löffel, Servietten oder Zahnstocher beilegen
  5. Moderne Brotzeitbox – mit knalliger Farbe oder Motiv des Lieblingsfilms locken

0 Kommentare zu “Ob Eule oder Krebs: So kommen Obst und Gemüse nicht nur bei ABC-Schützen an

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: