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Weltkindertag: Süße Spende für die Münchner Kindl

Zauberbuden, Kinderschminken, Dosenwerfen – mehr als 400 deutsche Städte und Gemeinden feierten am 20. September den Weltkindertag. Auch Bayerns schöne Landeshauptstadt stellte eine fröhliche Sause für rund 1.000 Kinder auf die Beine, mitten im grünen Sendling. Vom Großmarkt nebenan spendete die Standortinitiative „Großmarkt in Sendling. Jetzt.“, freundlich unterstützt durch die Firmen Früchte Feldbrach, die Hausladen Fruchthandelsgesellschaft und Gesslers Obst- und Gemüsegroßhandel, frisches Obst und Gemüse für die Kinderkantine. Wir haben uns unter das kleine Volk gemischt und geschaut, was daraus gebastelt wurde.

„Platz da, wir wollen spielen!“ Die Münchner Kinder lebten das Motto der lokalen Feier des Weltkindertags in vollen Zügen aus. Den ganzen Nachmittag tummelten sich Klein und Groß trotz launischem Wetter auf dem Neuhofener Berg in Sendling. Sie lauschten Märchen, bauten eine XXL-Murmelbahn und ließen sich glitzernde Schmetterlinge und Drachen auf die strahlenden Gesichter pinseln. Ermöglicht wurde der ganze Spaß durch die tatkräftige Organisation der Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt, dem Stadtjugendamt Jugendkulturwerk und der Stadt München.

„Wir wollen mit unserem Fest betonen, dass zum Thema Kind-Sein das Thema Spielen gehört“, sagt Janine Lennert, Zuständige für mobile Spielaktionen und Kinderinformation von der AG Spiellandschaft. „Unser Netzwerk bemüht sich ständig darum, Spielraum zu erhalten, zu erweitern und wiederzubeleben.“ Durch mangelnde Plätze und Gelegenheiten sei dies in einer Großstadt nicht selbstverständlich. Umso besser eignet sich also der Weltkindertag, der Gesellschaft zu zeigen, welch wichtige, belebende Rolle Kinder in unserer Mitte einnehmen. „Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, Kindern und ihren Familien die vielfältigen kostenfreien Spielangebote der Stadt aufzuzeigen“, erklärt Réne Kaiser, der im Bezirksausschuss 6 Sendling die Kinder- und Jugendarbeit koordiniert.

Bei so mancher Spiel- und Spaßstation auf der geräumigen Grünanlage schimmerte zudem eine erzieherische Intention durch die kunterbunte Fassade. Aktionen wie der Radl-Sicherheitscheck, Upcycling alter Baumaterialen zu Musikinstrumenten oder Bewegungsspiele sollen dem Münchner Nachwuchs wichtige Werte vermitteln. „Kinder werden gerne tätig und probieren offen Neues aus“, erklärt die Sozialpädagogin Lennert. „Die Grenze zwischen Spielen und Lernen ist fließend. Dadurch versuchen die verschiedenen Stände natürlich, die Kinder auf eine lockere Art mit ihren Botschaften und Wertesystemen zu erreichen.“ Im Vordergrund stehe dennoch, den Kleinen eine Freude zu bereiten.

„Vielen Dank an den Münchner Großmarkt für die Obst- und Gemüsespenden!“

DSC_0407.JPGDie Kinderkantine mit Elterngarten – Kaiser: „Da können die Kinder ihre Eltern abgeben.“

Auch das Thema „Gesundes Essen“ wurde den Kindern spielerisch nähergebracht. Aus süßen Früchten und knackiger Rohkost konnten sich die Sprösslinge in der Kinderkantine eigene Obst- und Gemüsespieße stecken. Die essbaren Bastelmaterialien spendeten drei Händler des Großmarkts in Sendling – die Firma Früchte Feldbrach, die Hausladen Fruchthandelsgesellschaft und Gesslers Obst- und Gemüsegroßhandel. „Eine gesunde Ernährung der Kinder liegt uns am Herzen“, erläutert Christa Heidingsfelder von der Standortinitiative. „Durch den täglichen Umgang mit Obst und Gemüse am Großmarkt wissen wir, wie wichtig Vitamine, Ballaststoffe und Co sind – besonders wenn sich der Körper noch entwickelt. Deshalb möchten wir die Münchner Kinder in einem ausgewogenen Essverhalten bestärken.“ Réne Kaiser vom Bezirksausschuss Sendling weiß das Engagement des Großmarkts sehr zu schätzen: „Vielen herzlichen Dank an die Standortinitiative und deren Unterstützer. Die Zusammenarbeit mit dem Großmarkt in unserem Viertel ist immer sehr bereichernd.“

DSC_0383.JPGSpielen macht hungrig! Chef-Köchin Simone hat sich einen fruchtigen Spieß für zwischendurch gesteckt.

Unter dem diesjährigen Motto des Weltkindertags „Kindern eine Stimme geben!“ riefen UNICEF und das Deutsche Kinderhilfswerk außerdem dazu auf, den Kindern und Jugendlichen in Deutschland mehr Gehör zu verschaffen. Denn eine Umfrage des Kinderhilfswerkes zeigt: Zwei Drittel der 10- bis 17-Jährigen haben das Gefühl, die Bundesregierung kümmere sich nicht ausreichend um ihre Interessen. Zum Weltkindertag wurde somit ein Plädoyer für eine Politik für Kinder und mit Kindern ausgesprochen.

„Wir haben viele Beteiligungsprojekte, in denen wir bereits versuchen, das Motto umzusetzen. Zum Beispiel durch das Projekt Urbanes Wohnen, bei dem die Nachwuchsgeneration bei der Gestaltung von Spielplätzen mitreden darf“, sagt Kaiser. Trotzdem wurde die Münchner Feier unter das eigene Motto „Platz da, wir wollen spielen!“ gestellt. Kaiser erklärt: „Dadurch verkörpern wir das offizielle Motto des Weltkindertags paradoxerweise perfekt. Denn: Unser Spruch ist von Kindern und Jugendlichen gewählt.“

1 Kommentar zu “Weltkindertag: Süße Spende für die Münchner Kindl

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