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Saisonales Knöterichgewächs: Rhabarber gibt es nicht mehr lange

Seit Anfang April können die sauren Stangen geerntet werden. Doch die Saison für das Gemüse ist nicht lang und so ist für dieses Jahr bald schon wieder Schluss mit dem kalorienarmen Gewächs. Bis Ende Juni kann er noch geerntet werden – danach droht die Vergiftung. Warum das so ist und was Sie sonst noch über das Gemüse wissen sollten, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Heute ist er im Frühjahr auf den Märkten, wie dem Viktualienmarkt gar nicht mehr wegzudenken – der Rhabarber. In Europa war er ursprünglich aber gar nicht zuhause, denn die Pflanzen wurden erst im 19. Jahrhundert aus Asien eingeführt. Aufgrund der Zubereitung wird das Gewächs außerdem oft fälschlicherweise für eine Obstsorte gehalten, tatsächlich ist Rhabarber aber ein Knöterichgewächs und gehört damit zum Gemüse. Das hört sich erst einmal nur ganz lustig an, kann aber deutlich mehr als es vermuten lässt.

Im Frühjahr vitaminreich, im Sommer giftig
Grundsätzlich schmecken die roten Stangen milder und enthalten weniger Oxalsäure als ihre grünen Artgenossen. Durchweg steckt allerdings richtig Power hinter dem Gemüse. Drinnen sind Ballaststoffe, Kalium, Eisen, Phosphor und Vitamin C. Auf 100 Gramm kommen beim Rhabarber außerdem nur 20 Kilokalorien. Warum wird der Rhabarber dann nicht einfach auch im Sommer in der Küche verarbeitet, mag sich da der ein oder andere fragen. Die Antwort: Im Sommer sorgt eine verstärkte Anreicherung von Oxalsäure dafür, dass die Pflanze für den Menschen bei übermäßigem Verzehr giftig ist. Traditionell wird Rhabarber deshalb nur bis zum Johannistag, also Ende Juni, geerntet.

Zubereitung und Aufbewahrung
Bei der Ernte werden die Stangen herausgedreht. Der weiße Strunk, der am unteren Ende übrigbleibt, muss nach dem Waschen und noch vor der Zubereitung entfernt werden. Das Blattwerk muss ebenfalls weichen, denn das ist aufgrund von reichlich Oxalsäure das ganze Jahr über ungenießbar. Hier noch ein paar Tipps zur Lagerung: In ein feuchtes Tuch gewickelt und im Kühlschrank aufbewahrt hält Rhabarber besonders lange. Einfrieren kann man ihn auch. Zu chemischen Reaktionen kommt es in Verbindung mit Metall, deshalb lieber die Finger von Blechdosen oder ähnlichem lassen und den Rhabarber lieber in einer Plastik- oder besser noch Holzverpackung aufbewahren.

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Bildmaterial © Großmarkt Sendling. Jetzt. / Michael Reichel

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