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Zurück aus der Sommerpause: neue Etappe, neue Herausforderungen

Nachdem der Münchner Stadtrat am 26. Juli bei der letzten Vollversammlung vor der Sommerpause fraktionsübergreifend über den Verbleib des Großmarktes am jetzigen Standort in Sendling entschieden hat, bleibt die Lage weiterhin spannend. Denn entgegen der Hoffnung vieler Händler, fiel die Entscheidung des Stadtrates, den Neubau der Halle durch einen privaten Investor und nicht unter städtischer Regie umzusetzen.

Nun muss die Stadt schnellstmöglich eine neue Ausschreibung erstellen, um den passenden Investor zu finden, der die Halle plant, umsetzt und später an die Stadt vermietet. Die kritische Frage nach dem „Was folgt?“ steht im Raum und wurde daher in den letzten drei Wochen häufig zum Thema diverser Medien. So schildert der Münchner Wochenanzeiger in seinem Artikel „Und jetzt?“ die Skepsis seitens der Händler. Nach acht Jahren der Vorplanung ist die ersehnte Planungssicherheit noch nicht gegeben. Gleichzeitig besteht die Gefahr weiterer Zeitverzögerungen, bis ein Investor gefunden ist.

Auch die TZ greift das Thema auf und weist auf die diffizile Lage hin, in der die Stadt künftig stecken könnte, wenn sie Mieter der neuen Großmarkthalle wird. Zu Wort kommt beispielsweise Kommunalreferent Alexander Markwardt, der fürchtet, die Stadt könnte „in eine schwierige Sandwich-Position“ zwischen Fremdeigentümer und Mietern geraten. Die Grünen-Stadträtin Anna Hanusch warnt sogar: „Der Investor hat die Stadt künftig in der Hand“.

Es gehe noch einmal von vorne los, schreibt Dominik Hutter in der Süddeutschen Zeitung. Der Artikel beleuchtet unter anderem die Faktoren, die zu der Entscheidung des Stadtrats geführt haben: vor allem die mit dem Projekt verbundenen Kosten. Gleichzeitig wird kritisch hinterfragt, ob der geplante Umsetzungstermin 2021 noch realistisch ist. Die Erarbeitung eines Angebots seitens potentieller Investoren sei kompliziert. Zusätzlich stünden viele Gespräche an, da auch der Bedarf der Händler neu ermittelt werden soll. Vor diesem Hintergrund könnte sich die Planung deutlich verzögern.

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