Allgemein

Frühstück zwischen Tulpen und Stiefmütterchen: Das Andechser Bistro in der Blumenhalle

Inmitten frühlingshafter Atmosphäre, tausender Blumen und Pflanzen, inmitten von Rollwagen voller Blumentöpfe betreibt Callum Hiscock das Andechser Bistro in der Blumenhalle auf dem Großmarktgelände in Sendling.

Der 34-jährige steht mit Kollegin Heike hinter der Theke und serviert einem jungen Lieferanten den wohlbenötigten Kaffee. Es ist 9 Uhr morgens und im Bistro herrscht bereits Feierabendstimmung. Den ganz großen Andrang des Tages haben die beiden schon bewältigt.

„Um vier kommt der erste Ansturm der Händler, die gerade geliefert haben und Pause machen bis die Einkäufer kommen. Es ist schon einiges los hier von 4 Uhr bis 4.45 Uhr. Um 6 Uhr geht der Verkauf dann richtig los. Wir verkaufen dann alles, viel Kaffee natürlich – und viel zum Mitnehmen“, sagt Callum Hiscock.

20180420_Grossmarkt_AndechserBistro-1_(c)_Grossmarkt_in_Sendling_Jetzt.jpg

Der gebürtige Neuseeländer führt das Bistro seit circa einem Jahr. Über mehrere Stationen in Australien und Irland, verschlug es ihn in die bayerische Hauptstadt. In München lernte er seinen Geschäftspartner Benedikt Simon kennen und stieg in den Betrieb des Bistros ein bis er ihn schließlich übernahm. „Da ich gelernter Koch bin, haben wir dann natürlich einiges ins Angebot aufgenommen“, erzählt er. „Wir bieten jetzt regelmäßig einen Pizza-Tag an. Donnerstags zum Beispiel ist Schweinebraten-Tag und freitags gibt es Fisch.“

Für seinen Käsekuchen ist er mittlerweile über die Blumenhalle hinaus bekannt: „Der ist schon ein bisschen zu meiner Spezialität geworden. Auch aus der Gemüsegroßmarkthalle kommen Bestellungen für meinen Kuchen. Ich finde es schön, dass die Kunden ihn so gerne mitnehmen“.

Das Bistro ist mittlerweile ein zentraler Treffpunkt der Händler auf dem Großmarkt. Essen und Trinken bringt die Menschen zusammen. Callum Hiscock kennt jeden beim Namen. Eine Kundin kommt herein und nimmt sich eine Salami-Laugenstange mit. „Hallo Anne, grüße Dich!“, ruft er ihr zu. „Ich kenne meine Kunden“, sagt er. „Sie und ich – wir sehen uns jeden Tag, da lernt man sich natürlich kennen. Wir kennen sogar die Familiengeschichten voneinander.“

20180420_Grossmarkt_AndechserBistro-4_(c)_Grossmarkt_in_Sendling_Jetzt.jpg

Für Callum Hiscock bedeutet die Familiarität auf dem Großmarkt zudem einen Extra-Anspruch an sich und sein Team. „Wenn die Kunden zu uns kommen, kommen sie immer um die gleiche Zeit. Wir wissen dann, wie sie ihren Kaffee trinken und kennen ihre persönlichen Wünsche. Aber das macht schon viel aus für einen Kunden, wenn man seine Wünsche kennt.“

Er und Kollegin Heike sorgen mit Kaffee, Red Bull und ein paar Witzchen am frühen Morgen dafür, dass bei den Kunden keine Müdigkeit aufkommt. Selbst haben die beiden wenige Probleme mit den frühen Arbeitszeiten.

„Ich bin kein Kaffeetrinker. Jeder hat seine Methode sich wachzuhalten und für mich ist das Schlaf. Ich muss früh ins Bett gehen und dann geht’s.“ Außerdem sieht er in den Öffnungszeiten der Blumenhalle einen weiteren Vorteil: „Das ist schon recht familienfreundlich. Klar man steht früh auf. Dafür habe ich den ganzen Nachmittag Zeit für meinen Sohn.“

Auch wenn er selbst nicht unmittelbar von der Großmarkt-Problematik betroffen ist, unterstützt Callum Hiscock die Anliegen der Standortinitiative und findet, dass Großmarkt und Blumenhalle weiterhin beisammen liegen müssen. „Es ist schon praktisch, dass beides, Blumenhalle und Großmarkt auf einem Gelände sind. Das ermöglicht schnelles Hin- und Herfahren zwischen den Hallen, was für die Einkäufer natürlich wichtig ist und für unser Netzwerk auf dem Großmarktgelände auch. Und das muss weiter so sein.“

Zum Abschied deutet er auf die Blumen vor dem Fenster: „Das ist schon wirklich ein schöner Arbeitsplatz hier. Einfach schön bunt. Jetzt sieht es nach Frühling aus und im Sommer ist alles voller Sonnenblumen. Die kommen jetzt schon bald ins Sortiment und dann weiß man jetzt geht es nicht mehr lange bis zum Sommer.“

 

Für die Standortinitiative „Großmarkt in Sendling. Jetzt.“ suchen wir stets Unterstützer: Einfach und schnell können Sie sich vom Handy oder Desktop bei unserer Unterstützungserklärung eintragen und sich für einen baldigen Neubau der Großmarkthalle aussprechen.

0 Kommentare zu “Frühstück zwischen Tulpen und Stiefmütterchen: Das Andechser Bistro in der Blumenhalle

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: